Umnutzung und Revitalisierung historischer Tabaklagerhallen
Das Projekt umfasst den Umbau der ehemals eingeschossigen, geschlossenen Hallenstrukturen (Hallen 4 und 5) aus den 1960er-Jahren mit einer Gesamtlänge von rund 150 Metern. Das Entwurfskonzept basiert auf dem Erhalt der bestehenden Tragstruktur und der baulichen Hülle, um die graue Energie des Bestands zu nutzen. Die lichte Höhe der Bestandshallen wurde durch das Einziehen von zwei neuen Stahlbetondecken in drei Nutzungsebenen unterteilt, wodurch insgesamt 192 Wohneinheiten realisiert werden konnten.
Den Längsfassaden wurden eigenständige, filigrane Stahlbalkonkonstruktionen vorgestellt, die als private Freisitze dienen und die Fassadentiefe strukturieren. Eine erdgeschossige Querdurchwegung bricht die Barrierewirkung der 150 Meter langen Baukörper auf und vernetzt die Erschließungswege mit den angrenzenden Quartiersflächen.